Apr. 25 2014
Noch einmal St. Augustine… und die A1A
Florida’s Nord-Süd Küstenstraße A1A führt zumeist am Atlantik entlang, von Key West bis Fernandia Beach etwas südlich der Grenze nach Georgia. Ich bin vor Jahren schon einige Teilstücke der A1A im Süden gefahren, daher wollte ich nun das Teilstück von New Smyrna Beach bis St. Augustine sehen.
Sehr schöne, einsame Küstenabschnitte wechseln sich ab mit extrem verbauten Urlaubsmaschinen. Daytona Beach (nicht zu verwechseln mit Daytona) ist das absolut fürchterlichste was man hier in dieser Beziehung finden kann. Ein riesiger Hotelbunker nach dem anderen, Plastikbuden mit allem nur vorstellbaren Junk wechseln sich ab mit Bars und billigen Fressbuden. Ich muss das so sagen, denn es ist einfach so. Zum Springbreak, bzw. zur Bikeweek muss hier die Hölle los sein. Eher friert selbige zu, als dass ich hier „urlauben“ würde.
Aber es gibt natürlich auch das ganze Gegenteil. Von Daytona-Beach Richtung Süden wird es langsam gemächlicher. Der nächste Ort, Ormond Beach wäre mir persönlich auch noch zu busy, aber dann wird es einsamer und ruhiger. Man kommt durch ein großes Naturschutzgebiet ohne jegliche Bebauung, leider auch fast ohne Möglichkeit anzuhalten. Es schließt sich Flagler-Beach an und hier ist die Situation zwiegespalten. Es gibt hier einen Pier, und bis dahin ist alles ok. Aber sofort nach dem Pier zieht sich der Ort Flagler Beach ca. 1-2 Meilen hin. Keine Bettenburgen, aber viele kleinere und kleinste Häuser, bzw. Apartments, größtenteils als Ferienwohnungen zu vermieten. Allerdings eher für die Motorrad- und Spassklientel, wer Ruhe sucht ist definitiv am falschen Ort. Der Der Strand hier ist etwas schmaler, der Sand gelber, aber trotz allem reizvoll.
Mein persönliches Highlight ist Summer Haven. Vom Festland abgetrennt vom Matanzas-River, ist Summer Haven eine kleine Barriere Insel, ein Traum für jeden der sich’s leisten kann. Wobei hier keine Multimillionenvillas rumstehen, sondern eher Häuser der wohlhabenden Mittelschicht. Unglaubliche Strände, einsam und verlassen, man kann kaum glauben, dass man schon in der Nähe von St. Augustine ist.
Und nachdem ich schon mal da war, bin ich in St. Augustine noch zum größten Kreuz der Welt gefahren, da ich beim letzten Besuch keine Bilder davon gemacht habe. Das 208 Fuß (ca. 63 m) große Kreuz wurde 1966 zm 400. Jahrestag der Christianisierung Amerikas, die eben hier begonnen haben soll, aufgestellt. Es ist aus 70 t Edelstahlplatten, die im unteren Drittel mit Beton gefüllt sind, gebaut. Der Beton dient der Standfestigkeit gegen Hurricanes. Im Park davor befindet sich noch der „Shrine of Our Lady of La Leche“, sowie ein Freiluftaltar, die im 16. Jahrhundert von den Spaniern gebaut wurden.
Weil gleich um die Ecke noch die „Fountain of Youth“ im gleichnamigen Park sprudelt, an deren Haupteingang eine sehr schöne Strasse, von alten Bäumen überdacht und mit spanischem Moos überwucherten Ästen vorbeiführt, habe ich dort auch noch kurz haltgemacht. In den Fountain-Park bin ich nicht hineingegangen, ist halt eine typische Touristenfalle. Ausserdem war ich früher schon mal drin, und was soll ich sagen – es wirkt 😉










