Apr. 28 2014
Devil’s Millhopper Geological Site, Gainesville
Etwa 10 Meilen nördlich von Gainesville im Alachua County liegt die Devil’s Millhopper Doline oder auch „sinkhole“. Es handelt sich dabei um eine Höhle, deren Decke durch Erosion eingestürzt ist. Das Loch ist ca. 36 m tief und hat einen ungefähren Durchmesser von 150 m. Florida hat sehr viele solche sinkholes, da die Halbinsel größtenteils aus Limestone besteht. Limestone hat sich über Millionen von Jahren aus Fantastilliarden von skelettierten maritimen Kleinstlebewesen, Muscheln und Korallen gebildet. Limestone wird von schwachsauren Medien aufgelöst, wie z.B. dem Wasser der Flüsse und Bäche in Florida. Durch Laub und verrottende Pflanzen bildet sich leicht säure- oder tanninhaltiges Wasser, das den porösen Fels langsam zersetzt. Auch heute noch bilden sich immer wieder sinkholes, das letzte wirklich katastrophale 1981 mitten in Winter Park in der Nähe von Orlando, ich habe hier einen link zu einem u-tube Filmchen dazu.
Frühe Pioniere in Florida entdeckten dieses sinkhole, die Form erinnerte sie an einen Hopper (Ablauftrichter) einer Schrotmühle. Da sie am Grund der Höhle sehr viele prähistorische Knochen und Zähne von teilweise bereits ausgestorbenen Tieren fanden, entstand die Legende das Loch wäre der Eingang zur Hölle, daher der Name.
Es gibt eine Holztreppe, die über 203 Stufen auf den Grund der Höhle führt. Auf dem Weg nach unten kann man sogar eine Klimaveränderung spüren, es fühlt sich schließlich an als wäre man in einer Klamm in den Alpen. Auch die Vegetation wechselt und man findet eine Flora wie sonst nirgends in Florida. Leider aber auch unzählige Vertreter des Florida Statebird – Moskitos. Etwas verwundert habe ich beim Weg hinunter Leute bemerkt, die irgendwie immer wieder an mir vorbeikamen. Bis ich gelesen habe, dass es da wohl einen Rundweg gibt, der ein beliebter Trainingsweg für Sportler ist. Sie rennen die Treppen ‚rauf als gäb’s oben kostenlos Konfetti. Klar, nirgends in Florida gibt es soviele Treppen in einem für Jogger ausgesprochen angenehmen Klima.
Fotografisch hat das Ganze nicht sehr viel hergegeben, einfach weil sehr viel Gestrüpp und Gebüsch. Aber der Weg nach unten war interessant, der nach oben mühselig… 🙂





Apr. 28, 2014 @ 14:11:40
Hallo Hr. Hager,
toll, Ihre Berichte. Da frage ich mich doch glatt, wie lange ich noch arbeiten muss, bis ich auf große Tour gehen kann. Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin alles Gute und noch viele spannende Ziele und Erlebnisse. Ich bin nur ein bisschen neidisch! Aber ich denke, damit können Sie leben.
Herzliche Grüße
Jutta Imhof
Apr. 28, 2014 @ 14:56:06
Hallo Frau Imhof!
Freut mich wirklich sehr von Ihnen zu hören und dass Ihnen meine Artikel gefallen. Ich gebe mir immer Mühe, Details und Informationen unterzubringen, ohne zu sehr auszuschweifen. Meine Antwort auf Ihre Frage wie lange Sie noch arbeiten müssen, wird Ihnen nicht gefallen. Hierzu muss ich Ihnen leider mitteilen, dass Sie bei Ihrer Jugend wohl noch sehr lange zur Rente haben 😉 aber anfangen zu planen ist ja bekanntlich die halbe Reise…
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute und bleiben Sie mir treu, ich habe noch viel vor!
Herzliche Grüße an Sie und die Kollegen!
Ira Hager