Obediahs Zwiebeln…

…wässern den Mund (mouthwatering).

BBQ
Tacostand

Pelon verkauft süsse Wassermelonen (melónes de Pelón) und schneidet eine nach der anderen zum Probieren auf. Bunte, angeblich scharfe Chilepeppers leuchten farbenfroh in der Sonne. Auch ein Heron hat sich für die Überreste des Marktes interessiert und stakte überhaupt nicht scheu wichtig pickend dahin.

Melones de Pelón
Pelón
Chile-peppers
Heron Fogel

Das riesige Gelände des Farmersmarkt ist gleichzeitig ein interessanter Flohmarkt, den wir keinesfalls versäumen wenn wir hier sind. Allein schon wegen der interessanten und oft sehr schrägen Menschen die man hier trifft. Zudem kann man die eine oder andere interessante Rarität ergattern. Leider müssen wir uns dabei wegen der Fluggepäckbeschränkung sehr zurückhalten.

Friedhof der Kuscheltiere

Ich habe nichtsdestotrotz einen schönen alten Bakelit View-Master von 1952 mit 76 Scheiben gekauft. Der Verkäufer wollte $25,00 wir haben uns dann auf nette $15,00 geeinigt. Die 76 Scheiben sind 3D Dia’s von Florida und anderen Staaten, hauptsächlich damalige Attraktionen und Touristenziele. Sehr interessant wenn man bedenkt wie alt die Bilder inzwischen sind.

ViewMaster

Jetzt aber zu Obediah. Der Typ ist mir unter seinen vielen Zwiebeln sofort aufgefallen, hat sein weisser Bart doch durchaus was „zwiebliges“. Er saß an seinem Stand, genoss die Sonne und murmelte vor sich hin. Ich habe seine Zwiebeln angeschaut und schon überlegt, was man Gutes draus machen könnte, als er mich mit einem freundlichen „how’re ya doin‘ brother?“ begrüßte. Nahtlos ging er dazu über, seine Zwiebeln zu preisen und fing an mir zu erzählen, wie er durch die Zwiebeln zu Gott fand.

Obediah

Er muss wohl schwer alkohol- oder drogenabhängig gewesen sein, das hat er nicht näher erklärt, auf jeden Fall ist er eines Tages in einem Zwiebelfeld and der mexikanischen Grenze aufgewacht. Er war durstig ohne Ende und es war natürlich kein Wasser in Sicht. Also begann er Zwiebeln zu essen. Viele Zwiebeln. Noch mehr Zwiebeln.

Obediahs Vidalias

Irgendwann hatte er wohl eine Zwiebelüberdosis und „sah“ eine Person, die ihm sagte er solle gehen, eine Kirche gründen, Zwiebeln anbauen und ein gottesfürchtiges Leben leben. Also ging er hin und baute seine „Vidalia Kirche“ (Vidalia ist eine Zwiebelvariation) und setzte Zwiebeln, die seither gottgefällig wachsen. Mit dem Verkauf der Zwiebeln hält er sich wohl über Wasser. Er predigt fürderhin seiner Gemeinde und tut Gutes. Ich weiss nicht wie groß seine Kirche, bzw. seine Gemeinde ist, er hat uns eingeladen seine Kirche zu besuchen und möglicherweise fahre ich sogar mal hin.

Obediah

Am frühen Mittag waren wir dann wieder zurück und haben für den Rest des Tages Sonne, Strand, Meer und Pool genossen.